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JPMorgan bietet Bankdienstleistungen für Krypto-Börsen an

Berichten zufolge ließen Coinbase und Gemini ihre Konten bei JPMorgan Chase im April genehmigen.

JPMorgan Chase, die größte Bank der Vereinigten Staaten, hat Berichten zufolge die US-Kryptowährungswechsel Coinbase und Gemini als Kunden aufgenommen.

In einem Bericht des Wall Street Journal vom 12. Mai wurden ungenannte Quellen zitiert, die offenbar mit der Angelegenheit vertraut seien und die betonten, dass der Bankengigant mit diesem Schritt zum ersten Mal Kunden aus der Krypto-Branche bedient habe.

Beide Tauschkonten wurden Berichten zufolge im April angenommen, wobei die Transaktionen nun beginnen, bearbeitet zu werden, teilten Quellen dem WSJ mit.

JPMorgan Chase verarbeitet keine Bitcoin (BTC)- oder andere Kryptowährungstransaktionen im Namen der Börsen, sondern erbringt Cash-Management-Dienstleistungen und wickelt Dollar-Transaktionen für seine Crypto Trader in den USA ab. Die Bank wird Berichten zufolge alle telegrafischen Überweisungen sowie Ein- und Auszahlungen in Dollar über das Netz der automatisierten Clearingstelle abwickeln.

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Münzbasis und Zwillinge sind besonders geregelt

Die Quellen haben behauptet, dass beide Börsen gebeten wurden, sich einem rigorosen Überprüfungsverfahren zu unterziehen, was darauf hindeutet, dass große Banken seit langem zögern, Beziehungen zu kryptoverwandten Unternehmen aufzubauen.

Coinbase und Gemini haben sich beide als gründlich regulierte Einheiten etabliert; letztere, die sich im Besitz der Winklevoss Zwillinge befindet, wurde zuvor von den libertären Kryptowährungsbefürwortern der diehard libertarianischen Kryptowährung wegen ihrer umstrittenen Werbekampagne 2019 „Krypto braucht Regeln“ kritisiert.

Im April dieses Jahres erhielt Gemini eine neue Sicherheitsqualifikation, eine Zertifizierung der Service Organization Control (SOC) 1 Typ 1, nachdem sie eine Prüfung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte bestanden hatte.

Coinbase Custody seinerseits hatte zuvor sowohl eine SOC 1 Typ 2 als auch eine SOC 2 Typ 2-Bewertung durch die große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton versiegelt.

Coinbase ist als Gelddienstleistungsunternehmen beim Financial Crimes Enforcement Network registriert, und Gemini erhielt bereits 2015 eine Treuhandurkunde vom New Yorker Finanzdienstleistungsministerium.

Beide Börsen haben auch die Anforderungen erfüllt, um unter dem anspruchsvollen BitLicense-Rahmen der NYDFS zu operieren, und sind lizenzierte Geldtransmitter in mehreren Bundesstaaten.

JPMorgans Jamie Dimon war ein lautstarker Bitcoin-Kritiker

Für diejenigen, die in den letzten Jahren die Haltung des JPMorgan-Vorsitzenden und CEO Jamie Dimon gegenüber dem Krypto-Raum verfolgt haben, mag die Nachricht von der bahnbrechenden Unterstützung der Bank für beide Börsen etwas überraschend sein.

Unter seinen pikanteren Äußerungen hat Dimon unter anderem gesagt, dass Bitcoin „schlimmer als Tulpenzwiebeln“ sei, wobei er voraussagte, dass Spekulationen über die Münze „nicht gut ausgehen werden“.

Die Bank hat sich jedoch positiv über das Potenzial von Blockchain geäußert und für Mitte Februar 2019 Pläne zur Ausgabe einer eigenen digitalen Währung mit Schwerpunkt Abrechnung, JPM Coin, angekündigt.

Kürzlich hat die Bank Berichten zufolge eine Fusion ihrer internen Blockchain-Einheit Quorum – die ihrem Interbank-Informationsnetzwerk zugrunde liegt – mit der bekannten, auf Ethereum fokussierten Firma ConsenSys in Erwägung gezogen.